Bettina von Hanffstengel 2018

Bettina von Hanffstengel – Märchenerzählerin                                    

Ich wurde an einem Sonntag im Mai nicht geboren, sondern fiel als Lesezeichen aus einem Märchenbuch. Nach meiner Verwandlung in einen Menschen änderte sich zwar einiges, eines aber blieb gleich: am liebsten halte ich mich in einer Geschichte auf, gleichgültig wo –  auf dem Sofa, in der Bahn, im Flugzeug, am Strand… Alte Gewohnheiten lassen sich nicht so einfach abschütteln. Wie gerne würde ich in die Welt meiner Lieblingsgeschichten eintauchen und alles selbst erleben.

Eine der ersten Geschichten, an die ich mich erinnere ist die Geschichte von dem Häslein, das Schutz und Geborgenheit in einer Schneehöhle fand. Von da an faszinierten mich Häuser aus Schnee und ich glaubte fest, dass man nirgendwo sicherer und geborgener sein kann als in einem Iglu oder in einer Behausung, die die Form einer Halbkugel hat…
Schon als Kind faszinierte mich die Sachensucherin und Wortfin­derin Pippi Langstrumpf. Noch heute liebe ich Wörter mit einem ungewöhnlichen Klang, wie „daselbst“ oder „gipsy“.
Aus der Sachensucherin wurde ein Trüffelschwein mit einem Ge­spür für das Einzigartige. Ich habe wunderschöne Dinge gefunden, wenn auch nicht immer in hohlen Bäumen.
Michael Ende verband in seinen wunderbaren, fantasievollen Ge­schichten  wie kein anderer die Symbolsprachen Europas und Asiens, indem er dem bedrohlichen Drachen des Westens „Frau Malzahn“ erlaubt, sich in China in den „Goldenen Drachen der Weisheit“ Asiens zu verwandeln.

Unvergessen sind auch die Geschichten, die mich wie auf einem fliegenden Teppich weit weg in ferne Länder entführten, mein Fernweh entzündeten und auflodern ließen und mich heute dazu antreiben, Märchen, Mythen und Geschichten aus aller Welt zu er­zählen:

 

 

Das waren vor allem die Bücher von Fritz Mühlenweg: „Großer Tiger und Kompass-Berg“und „Null Uhr fünf in Urumtschi“, die die Abenteuer eines chinesischen und eines deutschen Jungen in der Mongolei schildern. Sie weckten in mir eine unstillbare Sehnsucht nach diesem Land, den Traum, einmal dorthin zu reisen und die Mongolei zu Pferd zu erkunden. Nun bin ich einmal dort gewesen und will mit meinen Erzählungen für die Mongolei und die Mongolen begeistern. Ich könnte endlos über wunderbare Geschichten erzählen, die mein Leben bereichert und mich zu der gemacht haben, die ich bin, eine Erzählerin von Märchen und Geschichten, selbst beschenkt und verzaubert von den ErzählerInnen aus aller Welt. Eine gute Ge­schichte ist allemal vergnüglicher als die Wirklichkeit.

Tätigkeiten bisher:

Märchen – allein erzählt oder gemeinsam mit anderen:

  • Seit 2003 als Referentin und Märchenerzählerin bei der Turner-Syndrom-Vereinigung Dtl. eV, beim Weibertreffen, einem Treffen für Mädchen und unter dem Titel „Märchenzeit“ Märchen zu verschiedenen Themen beim Jahrestreffen
  • Seit 2005 immer wieder jüdische Märchen in der Synagoge in Ermreuth; dieses Jahr erzähle ich am 8. Juli von 17 – 19 Uhr „Wenn der Rebbe auf Reisen geht…“
  •  Seit 2009 Leiterin des  „Märchenzirkels“  in dem sich Erzähler und Erzählerinnen aus dem Raum Nürnberg Märchen erzählen und austauschen. Die Treffen finden viermal im Jahr im Loni-Übler-Haus in Nürnberg statt
  • Seit 2009 „Märchen im Turm“ in Nürnberg, jeweils  9 Erzählende, drei erzählen am letzten Donnerstag  im Monat um 19 Uhr
  • Von 2009 – 2014  „Märchen aus dem Samowar“ mit Galina Matkowskaia, ein Russisch-Deutsches Programm mit Samowartee
  • Von Mai bis Oktober jeweils am 3. Freitag im Monat von 17 – 19 Uhr im Apfelgarten in Rödlas (einem Ortsteil von Neunkirchen am Brand) „Märchen am Feuer“; am 18. Mai entzünde ich das erste Erzählfeuer in diesem Jahr
  • Märchen-zum-Gespräch, 3 Erzählende, eine gestaltet Märchen u. Gespräch, wieder am letzten Donnerstag im Monat im Turm um 10 Uhr
  • Seit 2013 bei den Nürnberger Stadtverführungen mit der Gruppe von Märchen-im-Turm; dieses Jahr pausiere ich, weil ich zu dieser Zeit in der Wüste Gobi bin.
  • 2016, Indianische und Fränkische Märchen im Indianerlager Stonehill in Gräfenberg
  • 2017, Diaschau von meiner Mongoleireise und Märchen aus der Mongolei bei Seniorennachmittagen, beim Zentrum für selbstbestimmtes Leben und bei Wabene jeweils  in Erlangen

Ich komme überall hin, wo wer ein Märchen hören will, in Kindergärten, Schulen, ins Lehrerinnenseminar, zur Firmenfeier, zu Hochzeiten, zu Geburtstagen für Kinder und Erwachsene.

Zu den Frauenkulturtagen:

  • Sieben Märchen von starken Frauen… mit Reingard, Mehrzweckraum gegen Gebühr
  • Märchen von sieben Zwergen und anderen Helfern… mit Reingard
  • Multimediashow mit Mongolischen Märchen und Bildern aus der Mongolei im Saal